1. Ein Tag des Nachdenkens über die richtige Laborstrategie bringt mehr Nutzen als 30 Tage Arbeit Mit der "Laborstrategie" verhält es sich heute fast genau so wie mit dem "Labormarketing" Anfang bis Mitte der neunziger Jahre. Damals gab es nur sehr wenige Dentallabors, die Marketing betrieben haben. Viele der "Frühstarter in puncto Marketing" - so unsere Erfahrung - haben bis zum heutigen Tage gegen über anderen Labors einen Vorsprung oder befinden sich zumindest in einer stärkeren Position als viele andere. |
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Ein Blick auf mögliche Veränderungen im deutschen Zahntechnikmarkt macht deutlich, dass diese Fragen mehr als berechtigt sind. Werden vor allem kapitalstarke, hochautomatisierte Großlabore in Zukunft einen Großteil der Standard-Zahntechnik fertigen - bei hohen Fertigungsmengen zu günstigen Preisen? Kann hier das kleinere Labor noch mithalten? Wo stehen Investition und Amortisation noch in einem wirtschaftlich vertretbaren Verhältnis? Welche Veränderungen bringen zukünftig die Gesundheitspolitik und Globalisierung? Im Folgenden haben wir einige Fakten und Überlegungen zur Strategie-Entwicklung insbesondere für kleinere und mittelgroße Dentallabors zusammengefasst. |
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2. Was ist Strategie? Strategie ist die Art und Weise, wie ein Mensch, eine Organisation oder ein Unternehmen seine Sinne, Fähigkeiten, Kräfte und Mittel einsetzt. Deshalb könnte man Strategie auch als die Lehre vom wirkungsvollsten Einsatz der Fähigkeiten, Kräfte und Mittel bezeichnen. Beim Dentallabor sind das z. B.: Know-how und Erfahrung, Vision, die Mitarbeiter, technische Ausstattung, Kapital, Angebotsspektrum, verfügbare Arbeitszeit, Kundenbeziehungen, u. a. |
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3. Konzentration der Kräfte und Schwerpunktbildung - ein Strategieansatz insbesondere für kleinere und mittelgroße Labors |
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Ziel der Strategie - insbesondere von kleineren und mittelgroßen Dentallabors - sollte sein:
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Dabei hilft Ihnen folgende Vorgehensweise:
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4. Welche strategischen Fehler werden am häufigsten gemacht?
Der Schüler mit dem "Fünfer" in Physik und den beiden "Einsen" in Geschichte und Geografie muss Nachhilfe nehmen. Er steckt die meiste Energie in die Beseitigung seiner Physik-Schwäche. Das Ergebnis beim nächsten Zeugnis: aus der "Fünf" wurde eine "Drei". Aus den beiden "Einsern" wurden zwei "Dreien". Die meiste Kraft wurde zur Beseitigung der Physik-Schwäche benötigt. Der Schüler hatte nicht mehr genug Energie, um seine eigentlichen Stärken - Geschichte und Geografie - auf hohem Niveau zu halten. Fazit: Der Schüler ist zwar jetzt in Physik nicht mehr gefährdet, dafür sind seine ursprünglichen Spitzenleistungen abgebröckelt. Durchschnitt und Mittelmaß haben sich eingestellt. Schwächen und Defiziten wird oft viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt als Stärken und Spitzenleistungen. Anstatt die Stärken und Spezialgebiete weiter auszubauen und darin einen Expertenstatus zu erlangen, werden die Energien und Mittel eingesetzt, um die (vermeintlichen) Schwächen zu beseitigen. |
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5. Welche Strategie verfolgen die meisten Dentallabors? | ||||
Dentallabors präsentieren sich meist als "Zahntechnik-Allrounder". Sie können oder wollen jedem Zahnarzt möglichst viele zahntechnischen Lösungen bieten. Das Problem: es muss oft in Technologien und Fortbildungen investiert werden. Das kostet Geld und Zeit. In diesem Falle tauchen zwangsläufig folgende Fragen auf: Können alle im Labor vorhandenen Technologien und das Know-how überhaupt wirtschaftlich und gewinnbringend ausgeschöpft werden? Wie groß ist hier die Gefahr, sich zu verzetteln? Gibt es überhaupt Chancen bzw. ist es überhaupt glaubwürdig, sich als "Allrounder" zu profilieren? | ![]() |
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6. Was versteht man unter Spezialisierungs- und Profilierungsstrategie? Spezialisierungs- und Profilierungsstrategie heißt, dass man sich auf ausgewählte Leistungen, Problemlösungen, Kundenbedürfnisse oder (Teil-)Zielgruppen konzentriert. Die Spezialisierung basiert auf den eigenen besonderen Stärken, Kernkompetenzen und Neigungen. Ziel ist es, in seinem / seinen Spezialgebiet(en) ein klares Profil, hohe Attraktivität, Know-how-Vorsprung und einen Expertenstatus zu erlangen. Ein Dentallabor konzentriert sich zum Beispiel ganz auf die Themen "Allergie", "Biokompatibilität", "Verträglichkeit", "Legierungstests" etc. Dieses Labor positioniert sich als Experte für "gesunden Zahnersatz". Die Unterzeile seiner Firmierung lautet: "Dentallabor für gesunden Zahnersatz". Ein anderes Labor hat sich im Laufe der Zeit als Spezialist für Frontzahnästhetik profiliert. Bei beiden Beispielen wird deutlich, dass eine Spezialisierung an einem dauerhaften Grundbedürfnis ansetzen sollte (im ersten Fall ist das Grundbedürfnis "Gesundheit/Sicherheit", im zweiten Fall "Schönheit" - beide Grundbedürfnisse sind praktisch unvergänglich) Nicht zu empfehlen ist die Spezialisierung auf eine einzelne Technologie, einen einzelnen Werkstoff oder ein einzelnes Produkt. Diese Art der Spezialisierung besitzt oft ein "eingebautes Verfallsdatum". Denn keiner weiß, wie lange bestimmte Technologien, Werkstoffe oder zahntechnische Produkte nachgefragt werden, bzw. wann Sie von Innovationen abgelöst werden. 7. Damit kein Missverständnis aufkommt ...!!! ....Spezialisierung und Konzentration bedeutet nicht, alle andere Technologien, Produkte und Problemlösungen aus dem Labor zu verbannen. Das wäre fatal. Es geht vielmehr darum, aus seinem bisherigen "Allround-Angebotsspektrum" spezielle Leistungen oder Problemlösungen herauszuschälen, und sich darin als Spezialist mit hoher Anziehungskraft für bestimmte Zahnärzte/Patienten zu profilieren. Erfahrungen zeigen immer wieder, dass die Profilierung als Spezialist und Experte in einem bestimmten Gebiet positiv auf viele anderen Leistungsbereiche ausstrahlt. Auch für das Marketing und die Werbung des Labors ergeben sich dadurch völlig neue Möglichkeiten. |
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8. Wie können erste strategische Gedanken und Schritte für das Dentallabor aussehen?
a. Zielbestimmung/Vision
b. Stärkenprofil des Labors bestimmen. Dabei helfen die nachstehenden Fragen:
c. Überlegungen zu Ihrer Zielgruppe (Zielgruppen-Analyse)
d. Zielgruppenprobleme und -wünsche erfassen und versuchen zu lösen
e. Innovation und Kooperation
f. Labormarketing und Laborkommunikation
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